Wespen, Hornissen & Bienen

Alles Wichtige auf einen Blick: Unterschiede, Verhalten, Stiche, Nestbau, Naturschutz und was Sie bei einem Nest tun sollten.

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Was unterscheidet Wespen von Hornissen?

Biologisch gesehen gehören Wespen und Hornissen derselben Familie an: den Faltenwespen (Vespidae). Hornissen sind also im Grunde grossere Wespen. In der Schweiz ist die Europäische Hornisse (Vespa crabro) die grösste heimische Art. Sie wirkt einschüchternd, ist aber deutlich friedlicher als ihr Ruf und steht unter Naturschutz.

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist eine invasive Art, die in den letzten Jahren in die Schweiz eingewandert ist. Sie ist meldepflichtig, weil sie gezielt Honigbienen jagt und ganze Bienenvölker schwächen kann (BAFU, Info Fauna).

Wespen vs. Bienen: So erkennen Sie den Unterschied

Bienen und Wespen sehen sich oft ähnlich, unterscheiden sich aber deutlich in Körperbau und Verhalten:

  • Körper: Bienen sind meist behaart und haben einen runden, gedrungenen Hinterleib. Wespen sind glatter, schlanker und oft gelb-schwarz gezeichnet.
  • Stich: Honigbienen können ihren Stachel meist nur einmal einsetzen und sterben danach. Wespen und Hornissen können mehrfach stechen.
  • Nahrung: Bienen ernähren sich vorwiegend von Pollen und Nektar. Wespen fressen im Frühsommer Insekten und suchen ab Juli verstärkt nach zuckerhaltigen Speisen.
  • Nest: Bienen bauen Wachswaben. Wespen und Hornissen bauen aus gekautem Holzfasermaterial ein graues Papiernest.

Wie gefährlich sind Stiche wirklich?

Für die meisten Menschen sind Wespen- und Hornissenstiche schmerzhaft, aber nicht lebensgefährlich. Besonders gefährdet sind Personen mit einer Insektengift-Allergie. Typische Symptome sind Rötung, Schwellung und Juckreiz.

Wichtig: Eine Wespen- oder Hornissenkolonie verteidigt ihr Nest gemeinsam. Wer zu nahe an ein Nest kommt, kann von mehreren Tieren gleichzeitig gestochen werden – gerade im Gesichtsbereich kann das ernsthafte Folgen haben (NABU, GEO).

Nestbau und Lebenszyklus

Im Frühjahr gründet eine junge Königin das Nest und legt die ersten Eier. Bis zum Hochsommer kann eine Kolonie mehrere tausend Tiere umfassen. Ab August/September sterben die Arbeiterinnen, nur die jungen Königinnen überwintern und gründen im nächsten Jahr neue Nester.

Wespennester finden sich oft unter Dachvorsprüngen, in Rollladenkästen, Mauerhöhlen oder im Boden. Europäische Hornissen bevorzugen Baumhöhlen, Schuppen oder Hohlräume in Gebäuden. Asiatische Hornissen bauen oft große Kugelnester hoch in Baumkronen.

Naturschutz und Meldepflicht

Die Europäische Hornisse ist in der Schweiz geschützt. Nester dürfen nicht einfach zerstört, sondern müssen fachgerecht umgesiedelt werden – in der Regel mit einer kantonalen Bewilligung.

Die Asiatische Hornisse ist meldepflichtig. Jeder Fund sollte der kantonalen Fachstelle gemeldet werden, damit die Ausbreitung kontrolliert werden kann (Info Fauna, BAFU).

Was tun bei einem Nest?

  1. Nest aus sicherer Entfernung beobachten, aber nicht erschüttern.
  2. Keine schnellen Bewegungen machen oder wahllos zuschlagen.
  3. Kinder und Haustiere fernhalten.
  4. Bei Nestern in Wohnnähe, an Eingängen oder für Allergiker: Fachkraft rufen.

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Quellen

Frag Wespi